Rechtspopulismus

Können wir einfach wieder traditionell sein?

In turbu­lenten Zeiten ist der Rück­griff auf die Vergan­gen­heit beson­ders attraktiv. Die Gegen­wart zeigt immer in tausend verschie­dene Rich­tungen, deren Ziele weit­ge­hend unbe­kannt sind. Wege gibt es immer nach über­allhin. Wer weiß, wie wir in zwanzig Jahren leben? Künst­liche Intel­li­genz, Medi­en­wandel, multi­kul­tu­relle Gesell­schaft, Globa­li­sie­rung –das sind Schlag­worte, die nichts Genaues bezeichnen, sondern die grund­sätz­liche Offen­heit der Gegen­wart zu bändigen versu­chen. Wohin der Weg tatsäch­lich führt, muss die Zeit uns zeigen.

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Rezension

Die Linke ist ein Traum der Rechten

»Seit der Wahl Donald Trumps, dem Brexit und dem Einzug der AfD in den Bundestag ist der Rechtspopulismus in der westlichen Welt auf dem Vormarsch. Globalisierung, Migration und Identität sind die Fragen, die seinen Erfolg entscheiden; Fake News und postfaktische Demagogie befördern ihn« – so hätte die Einleitung dieses Artikels beginnen und damit hundert anderen gleichen können. Der Satz und seine Assoziationen sind deswegen nicht falsch. Nur vielleicht handelt es sich um eine festgefahrene Perspektive. Er benennt sowohl Täter, als auch Tat und Ursachen um sie präzise vom Beklagenden zu scheiden. Eine Perspektive, die der Historiker Per Leo, der Jurist Maximilian Steinbeis und der Philosoph Daniel-Pascal Zorn mit ihrem Buch »Mit Rechten reden« für einen Moment aufzusprengen versuchen, um ihr eine ungekannte an die Seite zu stellen.

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